Mainova

Wie alle Energieversorger, steht die Netzgesellschaft durch die Anreizregulierung seitens der Bundesnetzagentur zunehmend unter Kostendruck. Um eine kostengünstige Wartung und Instandhaltung der Netzinfrastruktur bei gleichbleibend hoher Qualität zu ermöglichen, beschloss das Unternehmen 2009 die Einführung eines Field Service Management-Systems bei der NRM.

Hierzu wurden die Projekte für die mobile Lösung wie auch für das Dispositions-Tool unabhängig voneinander ausgeschrieben. Wichtig war, dass der gesamte Prozess – von der Auftragsentstehung bis zum technischen Abschluss – abgebildet werden sollte. Das relevante technische Backoffice-System (hier IBM Maximo) sollte nahtlos integriert werden. Hierzu sollten die Daten über die bestehende Web Service-Infrastruktur (hier SAP PI) genutzt werden.

Eine besondere Herausforderung bestand darin, die Lösung in den vier Sparten Strom, Gas, Wasser und Fernwärme gleichermaßen einzusetzen.

Eine besondere Herausforderung bestand darin, die Lösung in den vier Sparten Strom, Gas, Wasser und Fernwärme gleichermaßen einzusetzen. Daraus resultierten nicht nur unterschiedliche Anforderungen an das mobile Gerät, sondern auch an die Prozesse vor Ort sowie in der Disposition der Arbeitseinsätze.

Mainova / NRM entschieden sich für die Einführung der Field Service Management-Suite der mobileX AG. Diese besteht aus der mobilen Instandhaltung mobileX-MIP for Field Service und der grafischen Einsatzplanung mobileX-Dispatch. 

Die Einsätze im Bereich Instandhaltung erfolgen in "rauher" Umgebung. Deswegen entschied sich die NRM zum Einsatz von industrietauglichen "ruggedized" Psion-Smartphones (Typ: Ikôn). Für komplexere Aufgaben mit Dokumenten oder GIS-Karten, nutzt der Monteur sein Windows-Tablet. Auf beiden Gerätetypen (Smartphone und Tablet) kommt die Standardlösung mobileX-MIP for Field Service zum Einsatz. Damit erfassen die Monteure ihre Arbeitsstunden und melden den Auftragsstatus zurück. mobileX-MIP for Field Service steuert dabei den Datenfluss zwischen den rund 300 Monteuren vor Ort und dem Backoffice mit Maximo.

In der Zentrale arbeiten 23 Disponenten mit dem Standardtool "mobileX-Dispatch" in der Einsatzplanung. Eine besondere Anforderung an die Dispositionslösung ist dabei das Arbeiten in Kolonnen: Häufig rücken Mitarbeiter morgens in Teams aus, die sich unter Umständen untertags auflösen oder neu gruppieren. Hierzu nutzen die Mitarbeiter in der Einsatzplanung die Funktion "Kolonnenplanung" von mobileX-Dispatch.

Organisatorisch ist NRM mit der Einführung der beiden Lösungen der Schritt zum spartenübergreifenden Planen gelungen. Die Disposition verteilt zentral Aufgaben und Tätigkeiten aus allen Sparten der Mainova auf die Monteure.

Fazit
Mit der Einführung von mobileX-MIP for Field Service und mobileX-Dispatch ist die NRM und damit auch die Mainova AG in Hinblick auf Kosten- und Ressourcenmanagement einen großen Schritt vorangekommen. Inzwischen haben sich die Durchlaufzeiten von Aufträgen - über Arbeitsvorbereitung, Disposition und technische Rückmeldung - deutlich verkürzt. Als nächster Schritt ist die Einführung des Zusatzmoduls "Dynamische Formulare" zur flexiblen Rückmeldung technischer Zustände unterschiedlicher Anlagenklassen geplant.

Bildquelle: www.mainova.de

Die Mainova AG ist mit einem Umsatz von rund 1.980 Mio Euro (2012) einer der zehn größten regionalen Energieversorger in Deutschland und der größte in Hessen. Sie versorgt über eine Million Menschen in Hessen und den angrenzenden Bundesländern mit Strom, Gas, Wärme und Wasser.

Die Mainova AG erzeugt rund 40 Prozent ihres verkauften Stroms selbst - und zwar ausschließlich in Kraftwerken, die in Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) arbeiten. Darüber hinaus investiert das Unternehmen in Erneuerbare Energien wie Photovoltaik-Anlagen, Biomasse-Kraftwerke, Windkraftanlagen und Wasserkraftwerke.

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