Technischer Außendienst: Den Mobile Natives gehört die Zukunft!

Ein Kommentar von Hannes Heckner, Vorstandsvorsitzender der mobileX AG

Der Zugriff aufs Internet, auf Informationen und Unterhaltung, sowie der ständige Austausch mit Freunden, wo auch immer man sich gerade befindet – das charakterisiert die Generation der Mobile Natives, die mit Smartphones und Tablets aufwachsen bzw. aufgewachsen sind.

Erhält der Servicetechniker bei einer dringenden Störung statt eines Anrufs einen Impuls über seine Smartwatch, kann er schneller reagieren.

Auch im Berufsleben gehört ein mobiles Gerät mit Internetzugang für die meisten von uns, die der Generation der Mobile Immigrants angehören, seit Jahren zum Alltag. Doch gibt es immer noch Branchen und Arbeitsbereiche, in denen dies nicht selbstverständlich ist. Dies ändert sich jedoch nun mit den Mobile Natives, die immer zahlreicher im Berufsleben werden. Waren noch vor einigen Jahren Außendienstmitarbeiter oder Servicetechniker skeptisch, wenn es darum ging, Papier durch eine mobile Lösung zu ersetzen, heißt es nun immer öfter, wenn jüngere Kollegen in einem neuen Unternehmen anfangen: „Warum haben wir noch keine mobile Lösung dafür? Und wo ist mein Tablet, mit dem ich die Aufträge abwickeln kann?“ Unternehmen müssen sich also auch, wenn sie als Arbeitgeber für die jüngere Generation attraktiv bleiben wollen, mit mobilen Anwendungen für Geschäftsprozesse auseinander setzen. Und dies betrifft vor allem auch Branchen und Bereiche, die hier bisher zum Teil noch zurückhaltend waren, wie zum Beispiel Energieversorger oder den technischen Außendienst.

In den nächsten Jahren werden aktuelle mobile Trends die Technisierung im Außendienst und in der Instandhaltung weiter vorantreiben. Dadurch lassen sich zum einen der Komfort und die Motivation der Außendiensttechniker verbessern und zum anderen die Qualität des Kundenservice erhöhen.

Nehmen wir das Beispiel Wearables: Im Consumer-Markt sind am Körper tragbare Computer wie Smartwatches längst angekommen. In der Berufswelt sind sie noch ein Trend, da die Anwendungen hier bisher eher die Ausnahme darstellen. Doch auch hier gibt es Potenzial. In Zukunft könnte der Servicetechniker einen Impuls über seine Smartwatch erhalten, wenn er zu einer dringenden Störung gerufen wird, statt wie bisher eine SMS oder einen Anruf auf seinem Mobiltelefon zu erhalten. Wearables können so durch schnellere Reaktions- und Reparaturzeiten die Kundenzufriedenheit und damit auch die Motivation der Techniker erhöhen. Das prognostizierte Marktvolumen im Bereich Wearables ist enorm. Das Marktforschungsinstitut Abi Research rechnet mit 485 Millionen verkauften Geräten bis Ende 2018.

Auch das Thema Augmented Reality findet immer mehr Anwendungen in professionellen Bereichen. Waren Datenbrillen für Consumer bisher eher ein Flop, eröffnen sie für Außendiensttechniker völlig neue Möglichkeiten. Sie zeigen dem Anwender zusätzliche Informationen in Form von Kartenmaterial, Explosionszeichnungen und Bildern und ermöglichen ihm dadurch eine professionellere und schnellere Erfüllung seiner Aufgaben. So könnte heute schon ein Monteur im Bereich der Versorgungsindustrie auf seiner Datenbrille den Verlauf der Gas-, Wasser- oder Stromleitung durch den Zugriff auf ein Geoinformationssystem buchstäblich sehen, auch wenn die Leitung fünf Meter unter der Oberfläche liegt. Auch im Bereich des Anlagenbaus sind zukünftig verschiedene Szenarien denkbar. So könnte sich ein Aufzugsmonteur die Explosionszeichnung des Fahrstuhls über die Datenbrille anzeigen lassen und hätte beide Hände für die Reparatur frei. Heute ist dies allerdings noch Zukunftsmusik, da die 3D-Daten für dieses Szenario noch fehlen.

Die in den letzten Jahren drastisch gestiegene Rechenleistung und Speicherkapazität von mobilen Geräten erlauben auch einen völlig neuen Komfort bei der Interaktion. Die aktuellen Smartphones oder Tablets erkennen natürliche Sprache ohne großes Vortraining durch den Nutzer auch in ungünstigen Umgebungen mit Nebengeräuschen. Dies erleichtert die Bedienung in Situationen, in denen der Techniker oder Monteur beide Hände frei haben muss, wie zum Beispiel bei der Erfassung von Messdaten.

An diesen Beispielen sieht man, dass die Zukunft im Bereich technischer Außendienst und Instandhaltung in mobilen Anwendungen liegt, die dazu beitragen, Geschäftsprozesse in Unternehmen schneller, komfortabler und kundenfreundlicher abzuwickeln. Die neue Generation der Techniker wird dies durch ihre digitale Kompetenz und mobile Affinität mit vorantreiben.

Kommentar hinterlassen

You must have Javascript enabled to use this form.

Weitere Blogeinträge

  • Die mobileX AG bietet seit dem Jahr 2000 Field Service Management-Software und mobile Lösungen made in Germany.

    Know-how und Kommunikation der mobileX Mitarbeiter mit Bestnoten

    11. Zufriedenheitsumfrage bestätigt Branchenkompetenz und Umsetzungsstärke
    Kommentare (0)
  • Effizientes Ersatzteilmanagement im technischen Außendienst

    Fehlende oder falsche Ersatzteile sind der häufigste Grund für Zweitanfahrten im technischen Kundendienst. Dies schlägt sich direkt auf die Kundenzufriedenheit und Servicekosten nieder und beeinflusst die First-time-fix-rate eines Unternehmens. Deswegen ist eine effektive, mobile Ersatzteilversorgung von Technikern in der Instandhaltung und im Service von wesentlicher Bedeutung. 
    Kommentare (0)
  • SAP ERP Add-On von SAP rezertifiziert

    Nahtlose Integration der Field Service Management-Lösungen der mobileX in SAP ERP: SAP hat das SAP ERP Add-On der mobileX im Mai 2018 erneut getestet und die strukturelle und technische Kompatibilität mit SAP ERP zertifiziert.
    Kommentare (0)
  • Wie Serviceunternehmen ihre First-time-fix-rate verbessern können

    Eine hohe Fehlerbehebungsquote beim ersten Kundenbesuch ist das Ziel jedes Serviceunternehmens. Steht sie doch für effektiven Kundenservice und geringe Kosten für Zweitanfahrten. Dass nicht alle Serviceunternehmen eine hohe First-time-fix-rate aufweisen können, liegt meist an einer suboptimalen Planung und Auftragsabwicklung ihrer Serviceeinsätze. Gelingt es Unternehmen diese zu verbessern, können sie ihre Kundenbindung und Servicekosten nachhaltig optimieren. 
    Kommentare (0)
  • Digitales Fahrtenbuch von TomTom Telematics

    Die Zeit ist reif für ein elektronisches Fahrtenbuch!

    Zur Aufzeichnung gefahrener Kilometer mag man ein Notizblock und einen Stift für die einfachste Lösung halten. Wer dies jedoch schon mal probiert hat, weiß, dass damit ein Berg von Papierkram einhergeht und diese Art und Weise der Fahrtenbuchführung durchaus fehleranfällig ist. Ein elektronisches Fahrtenbuch kann hier Abhilfe schaffen.
    Kommentare (0)

Veranstaltungen

  • 5. Treffen der mobileX User Group

    Am 17. und 18. Oktober 2018 findet im Courtyard by Marriott München City Ost das 5. Treffen der mobileX User Group statt, zu dem wir Sie gerne einladen möchten. Dieses Jahr widmen wir uns dem Thema "Die Zukunft des Service". Dazu haben wir spannende Vorträge von Fachexperten und Use Cases unserer Kunden für Sie im Programm. Die User Group dient zudem als Plattform zum Erfahrungsaustausch unter ...
    München, 17.10. - 18.10.2018 Veranstalter mobileX AG
  • HOKO - HOCHSCHULKONTAKTMESSE 2018

    Auf der HOKO - Hochschulkontaktmesse in München, einem der größten Recruiting-Events in Deutschland präsentiert sich die mobileX als zukünftiger Arbeitgeber Studierenden der Fachrichtung Informatik und verwandter Studiengänge.
    Hochschule München, R-Gebäude , 06.11.2018 Veranstalter Verband Deutscher Wirtschaftsingenieure – Hochschulgruppe München e. V.
  • KVD Service Congress 2018

    Mit dem 38. KVD Service Congress widmen wir uns der Diskussion, wie effektiver und effizienter Service in der Zukunft gestaltet werden muss. Im Mittelpunkt des Service stehen die Kunden, die Mitarbeiter und das Unternehmen. Und über allem schwebt das Schlagwort DIGITALISIERUNG. Wie erkennen Sie Potenziale und nutzen Chancen?
    München, 08.11. - 09.11.2018 Veranstalter KVD