
BMWi Förderprojekt: Seamless online-offline
Die Zusammenarbeit mit studentischen Mitarbeitern ist für die mobileX AG seit jeher wichtiger Bestandteil der Mitarbeitergewinnung. So kam ein enger Kontakt mit der TU München zustande, der jetzt zu einem gemeinsamen Forschungsprojekt führte. Gemeinsam mit Mitarbeitern des Lehrstuhls wird am Projekt Seamless online-offline - Modus für mobile Mitarbeiter durch automatischen Abgleich von dynamischen Stammdaten und redundant mobil vorgehaltenen dynamischen Arbeitsdaten gearbeitet. Dieses Projekt wird vom Zentralen Investitionsprogramm Mittelstand und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert.
Ausgangssituation
Die mobileX AG hat die Produkte, mobileX-MIP und mobileX-Dispatch seit über 10 Jahren erfolgreich bei Kunden platziert und stetig weiterentwickelt. mobileX-MIP ist eine offline-fähige mobile Außendienstlösung, die dem Techniker im Feld die nötigen Auftragsdaten für seine Arbeit zur Verfügung stellt. Bei bestehender Netzverbindung erfolgt der Datenaustausch durch Passive Sync automatisch im Hintergrund. Die Daten werden je nach Einsatz, auf Laptops/Tablet PCs, Smartphones oder Tablets angezeigt.
Durch die offline-fähigkeit kann es jedoch auch zu Synchronisations- bzw. Nebenläufigkeits-Problemen kommen: Wenn beispielsweise ein Auftrag von zwei Technikern parallel bearbeitet wird kann es zu Konfliktsituationen auf Datenfeldebene kommen. Das heißt, dass mehrere Änderungen auf dem gleichen Datenelement gemäß Konfliktstrategien konsolidiert werden müssen.
Für Außendienstanwendungen wird also ein neuer Arbeitsmodus benötigt, der sich kaum merkbar vom Online-Zugriff unterscheidet und Konflikte, die durch die parallele Veränderung von redundant gespeicherten Daten entstehen können, behandelt.
Durch den Lehrstuhl für Angewandte Informatik / Kooperative Systeme werden unterschiedliche Lösungsansätze für die ermittelten Konfliktsituationen erarbeitet. Die Lösungsstrategien können auf automatischen (Client/Server/Last/First-Wins, disjunkt, fachlicher Vorrang gemäß Workflow mittels Custom-Logik), heuristischen oder manuellen (z.B. Lösung über Freigabemonitor) Verfahren basieren. Die Bewertung erfolgt anhand allgemeiner prinzipieller Vor- und Nachteile.
Das erarbeitete Konzept wird dann anhand exemplarischer Use Cases zur Anwendung gebracht und ausführlich mit Testdaten geprüft.
Neben dem Konfliktmanagement erfolgt eine Zusammenarbeit an folgenden Arbeitspaketen:
- Fehlertolerante Backendverbuchung: Integration des Konfliktmanagements mit einer Verbuchung von durch einen Client freigegebenen Änderungen
- Erkennen von Änderungen im Backend: Analyse der für eine Erkennung von Änderungen im Backend nötigen Heuristiken, Kriterien sind dabei u.a. Skalierbarkeit, Geschwindigkeit der Änderungserkennung, verursachte Last
- Sicherheit: Systematische Erfassung von Angriffsszenarien und Bewertung von möglichen Sicherheitslösungen
Verantwortlicher Ansprechpartner am Lehrstuhl: Dr. Wolfgang Wörndl

Förderkennzeichen: KF2080206ED1









